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Schauspiel von Friedrich Schiller
2. Tournee 9. Novenber – 15. Dezember 2013
1. Tournee 17. Februar – 28. März 2013 Premiere am 17. Februar 2013 in Waldkraiburg
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Julian Weigend
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Regie: Christoph Brück
Bühnenbild: Claudia Weinhart
| Don Carlos, der Kronprinz |
Alexander Wipprecht |
| Marquis von Posa, ein Malteserritter |
Julian Weigend |
| Philipp der Zweite, König von Spanien |
Wolfgang Grindemann |
| Elisabeth von Valois, seine Gemahlin |
Sarah-Jane Janson |
| Domingo, Beichtvater des Königs |
Jörg Reimers |
| Herzog von Alba, ein Grande |
Matthias Horbelt |
| Prinzessin von Eboli, Dame der Königin |
Christa Pasch |
| Graf von Lerma, Oberster der Leibwache |
Ralf Weikinger |
| Marquisin von Mondecar u.a. |
Maya Forster |
| Der Großinquisitor des Königreichs |
Jörg Reimers |
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Begleittext |
Begleittext zu unserer Produktion Don Carlos |
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INTHEGA-Preis 2010
INTHEGA-Preis 2010 für „Die Räuber“ von Friedrich Schiller in der Regie von Christoph Brück mit Julian Weigend in der Rolle des Karl von Moor und Wolfgang Grindemann in den Rollen Pater, Professor und Hermann.
Aus der Laudatio:
(...) Mehr als 200 Jahre später haben "Die Räuber" nichts von ihrer suggestiven Macht über das Publikum verloren und auch nichts von ihrer zeitlosen, immerwährenden Botschaft eingebüßt, wie die fein durchdachte, brillante Inszenierung von Christoph Brück zeigte. Da agiert ein junges, großartiges Ensemble, dass es eine Freude ist, das mitzuerleben. Allen voran Julian Weigend (...)
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Der Regisseur über seine Inszenierung
Don Carlos ist das spannendste Geschichtsdrama Schillers. Er schrieb mit Unterbrechungen vier Jahre daran, 1787 wurde es in Hamburg uraufgeführt.
Gleich drei pralle Konfliktstoffe packte Schiller in dieses Stück: Aufklärung über die spanische Inquisition, Freiheitskampf der Spanischen Niederlande und die Liebe des Thronfolgers zu seiner Stiefmutter. Mit kompromissloser Feder schrieb Schiller einen Krimi über Vertrauen und Verrat.
Er lässt seine Helden wie verwundete Stiere gegen die bestehenden Machtverhältnisse aufbegehren und grandios scheitern. In der eisigen Welt des Philipp II., in der es keinen Himmel zu geben scheint, greift ein geheimes Räderwerk von Intrigen in menschliches Handeln ein. Keiner kann dem anderen trauen.
Der verzweifelte Don Carlos, Sohn König Philipps II., liebt heimlich seine Stiefmutter, die seine Verlobte war, aber aus Staatsraison vom König geheiratet wurde. Der König wacht über sein katholisches Machtzentrum genauso misstrauisch, wie er eifersüchtig seinen Sohn und die Königin bespitzeln lässt. Der Jugendfreund des Prinzen Marquis von Posa versucht Carlos aus seiner Verzweiflung zu reißen, indem er ihn auf die Grausamkeit aufmerksam macht, mit der sein Vater die spanischen Truppen in den niederländischen Provinzen wüten lässt. Carlos soll sich den Unterdrückten annehmen und als Statthalter in Flandern für Ruhe sorgen. Doch der einst “löwenkühne Junge“ zögert.
Die Handlung nimmt ihren Lauf mit tödlichen Folgen. Denn vor den Intrigen der Mächtigen gibt es kein Entrinnen. Jeder handelt kompromisslos in eigener Sache. Mit der Wucht einer Sintflut prallen die Konflikte aufeinander. Es findet ein zerstörerischer Kampf für persönliche und politische Selbstbestimmung statt. Die Figuren resignieren, jubeln, schwelgen, triumphieren, leben, lieben, leiden, und am Ende übergibt der König Frau und Sohn der Inquisition.
Schiller - das ist Welttheater!
Christoph Brück, Juli 2011
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Alexander Wipprecht
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Wolfgang Grindemann
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Über das Stück:
Friedrich Schiller hat in „Don Carlos“ mehrere große Themen zu einem sehr komplexen Ganzen verwebt: eine tödlich-hoffnungslose Liebesgeschichte, einen verzweifelt-ausweglosen Vater-Sohn-Konflikt, die Opferbereitschaft einer wahren Freundschaft sowie der Kampf des Individuums um Befreiung von Despotismus und Inquisition.
Unglücklich liebt der Infant Don Carlos seine Stiefmutter Elisabeth, die ihm einst als Braut versprochen war. Leidenschaftlich liebt Marquis Posa die Menschheit, doch seine Vision eines gerechten Staates droht im Machtbereich Philipps II. an der Realität zu zerbrechen. Aus verschmähter Liebe zu Don Carlos wird die Fürstin Eboli zur Rächerin und verbündet sich mit den Falschen.
Im Korsett des Hoflebens finden Gefühle keinen Ausweg, vor den Intrigen der Ehrgeizigen gibt es kein Entkommen. Ist der Traum von der Selbstbefreiung des Individuums letztlich Illusion?
„Don Carlos“ bleibt mit seinem Gedankenreichtum, seinen plastisch gearbeiteten Gestalten und seiner Leidenschaftlichkeit eines der bedeutendsten Werke der deutschen Bühnenliteratur.
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„Die Räuber“, Regie Christoph Brück – Auszüge aus den Kritiken
Schauspiel vom Feinsten
Kraftvolle Inszenierung der "Räuber" wird lange in Erinnerung bleiben
… gelang in der Inszenierung Christoph Brücks derartig spannend, dass im Publikum atemlose Stille herrschte …
Die Besetzung des Karl von Moor mit Julian Weigend ist dabei ein Glückstreffer. Er spielt kraftvoll, wirkt mitreißend, vermag zu begeistern.
Das ist Schau-Spiel par excellence.“
Neue Westfälische, 1.2.2010
„Zeitlosigkeit raffiniert in Szene gesetzt
Enthusiasmus, Ungestüm, Radikalität, Begeisterung und Verzweiflung. Gefühle, die von den Akteuren wahrhaft meisterlich auf die Bühne gezaubert wurden.
Minutenlanger rhythmischer Beifall belohnte einen der Höhepunkte der Theatersaison.“
Westfälische Rundschau, 2.3.2010
„Theatergastspiele Kempf begeisterten im Stadttheater mit Schillers Sturm und Drang-Drama ‚Die Räuber‘ frenetischer Applaus und Bravo-Rufe zeugten von der Begeisterung, die die intensive Umsetzung des Klassikers durch das Ensemble der Theatergastspiele Kempf (Regie: Christoph Brück) in der Hansestadt hervorrief. Tief unter die Haut geht diese Inszenierung. Und als der Räuber Razman zum Schluss seinen Anführer von hinten erschießt, herrscht minutenlang Totenstille im Saal - bis der Applaus losbricht.“
Der Patriot, 23.2.2010
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Christa Pasch
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Maya Forster
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Schiller fasste seine eigenen philosophisch-politischen Überzeugungen von Freiheit und Menschenadel im zentralen Vier-Augen-Gespräch zwischen dem Marquis von Posa und König Philipp II. deutlich in Worte:
Posa:
Das Jahrhundert
Ist meinem Ideal nicht reif. Ich lebe
Ein Bürger derer, welche kommen werden.
(…)
Lassen Sie
Großmüthig, wie der Starke, Menschenglück
Aus Ihrem Füllhorn strömen – Geister reifen
In Ihrem Weltgebäude! Geben Sie,
Was Sie uns nahmen, wieder. Werden Sie
Von Millionen Königen ein König.
(…)
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Gehn Sie Europens Königen voran.
Ein Federzug von dieser Hand, und neu
Erschaffen wird die Erde. Geben Sie
Gedankenfreiheit. –
(…)
Weihen Sie
Dem Glück der Völker die Regentenkraft,
Die – ach, so lang – des Thrones Größe nur
Gewuchert hatte – stellen Sie der Menschheit
Verlornen Adel wieder her.
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(„Don Carlos“, III: Akt, 10. Szene)
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Jörg Reimers
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Sarah-Jane Janson
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„Das Publikum, darunter viele Jugendliche, erlebte eine mitreißende, emotional aufwühlende Aufführung des Schiller'schen Dramas, die den zeitlosen Charakter des Klassikers demonstriert. Regisseur Christoph Brück hat eine behutsam reduzierte und modernisierte Fassung der "Räuber" auf die Bühne gebracht, die dem Original folgt, gleichzeitig den Gegenwartsbezug herstellt.“
Lingener Tagespost, 26.2.2010
„Das Publikum ist wahrlich ergriffen von diesem schrecklichen Ende, so dass der Applaus erst mit Verzögerung losbricht, dafür aber heftig ausfällt und lange andauert. Den begeisterten Zuschauern wurden Glanzstunden der Schauspielkunst beschert.“
Borkener Zeitung, 17.3.2010
„Brillant dargeboten
Die Räuber" begeisterte - brillante schauspielerische Leistung
Der zart besaitete Revoluzzer Karl Moor wird von Julian Weigend verkörpert. Der als Schimanskis Assistent bundesweit bekannt gewordene Österreicher hat die breit gefächerte Gefühlsklaviatur der Rolle im Griff und versteht es, Schillers Sprache eindrücklich zum Klingen zu bringen.“
Acher- und Bühler Bote, 27.1.2010
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Ralf Weikinger
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Matthias Horbelt
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