Ein amüsanter Streifzug durch das Dasein eines unfreiwilligen Geschiedenen über Liebe, Ehe und (Un-) Treue und die ewigen Kommunikationsprobleme zwischen Mann und Frau beginnt. Stoff gab es mehr als genug für Armknechts 105-minütigen heiter-melancholischen und immer augenzwinkernden Monolog. Das Stück lebt von der schauspielerischen Ausdruckskraft, von dem vor Energie sprühenden Martin Armknecht. Im Bademantel mit Shorts, mit Leidensmine und einem reichlich angenagten Selbstbewusstsein steht er auf der sparsam mit Requisiten ausgestatteten Bühne. Egger hadert mit seinem Schicksal, will sein altes Leben zurück. Aber der Verlassene fragt sich immer öfter: Was wollen Männer und Frauen in Wahrheit voneinander? Dabei müht sich Egger redlich, um sich im Single-Dasein zu Recht zu finden: "Ich musste alles erst wieder lernen. Zum Beispiel kann man heute vor 23 Uhr ja gar nicht mehr ausgehen", stellte er fest. "Entweder endest du morgens verkatert im Büro oder abends einsam zu Hause." Trotzdem versucht Egger die Partnerin für das neue Leben zu finden und errechnet, dass die Chancen, seiner großen Liebe zu begegnen, lediglich bei 1 zu 3052 stehen. Auf der kleinen Bühne in der Kulisse des Geseker Symphoniums kam "Solo" beim bestens unterhaltenen Publikum sehr gut an. Martin Armknecht wurde durch seine Rolle als Robert Engel in der TV-Erfolgsserie "Lindenstraße" berühmt. Neben Theaterengagements übernahm er weitere Rollen in Fernsehfilmen und Serienepisoden sowie die Hauptrolle in der Krimiserie "Ein Mord für Quandt". Im Kino war Martin Armknecht unter anderem in Helmut Dietls "Late Show" und Sönke Wortmanns "Der bewegte Mann" zu sehen. Geseker Zeitung, 2.2.2010 |
Nach der Pause wird der Ton deftiger. Doch Armknecht gelingt die Kurve, weil er die subtilen Gedankengänge seines Möchtegern-Machos immer wieder entlarvt. Hinter der aufgesetzten Fassade Eggers geht der Schauspieler dem wahren Charakter gewissenhaft auf den Grund. "Wir brauchen klare Instruktionen", erklärt er unter Szenenapplaus, Mann und Frau seien zwei unterschiedliche Naturphänomene. Der erste Auftritt mit seinem Ein-Mann-Stück "Solo" ist beim bestens unterhaltenen Versmolder Publikum gut angekommen. Westfalen-Blatt, 27./ 28.9.2008 |
Im Bademantel und orangefarbenen Shorts, mit cremeverschmiertem Gesicht und einem reichlich angenagten Selbstbewusstsein steht er da. Viele Requisiten benötigt diese Szene nicht. Sie lebt von einer einzelnen Person. Von Martin Armknecht, der in dem Ein-Mann-Stück "Solo" von Stefan Vögel mit sprühender Energie den rund 350 Zuschauern einen kabarettistischen Streifzug durch das Leben eines unfreiwillig Geschiedenen liefert. Ein Pappkarton mit Blumenvase, zwei Plastikstühle und ein Bild an der Wand reichen für das Bühnenbild völlig aus. So konzentriert sich der Zuschauer auf das Wesentliche. Auf Martin Armknecht in der Rolle des Klaus Egger, der den vermeintlichen ewigen Geschlechterkampf analysiert und aus den Kommunikationsproblemen zwischen Mann und Frau ein heiteres und augenzwinkerndes Solo macht. Egger hadert mit dem Schicksal, will sein altes Leben zurück. Trotzdem versucht er, die Partnerin fürs zweite Leben zu finden. In einem 105-minütigen Monolog reflektiert und philosophiert der bekannte Schauspieler mit spitzzüngigem Charme und erläutert, dass die Chancen, seiner großen Liebe zu begegnen, lediglich bei 1 zu 3052 stünden. Der Verlassene fragt sich immer öfter: Was wollen Frauen und Männer in Wahrheit voneinander? Haller Kreisblatt, 27./28.9.2008 |
Frauen und Männer, sie können nicht ohne- und nicht miteinander. Langener Zeitung, 29.9.2008 |