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Margrit Kempf
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Onkel Toms Hütte
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Wer hat Angst vor Virginia Woolf?
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100 Quadratmeter
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Zu spät! Zu spät! Zu spät!
Zu spät!
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Hautnah
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Krach im Hause Gott
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Auf ein Neues
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Ein Volksfeind
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Don Karlos
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Das Haus am See
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Spielplan 2015/2016

The King's Speech - Die Rede des Königs
THE KING'S SPEECH

Onkel Toms Hütte
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Ein Volksfeind
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Krach im Hause Gott
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Zwei beste Freunde
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Das Haus am See
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Auf ein Neues
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Der große Gatsby
Der große Gatsby

Die Marquise von O...
Die Marquise von O...

Die Harry Belafonte Story
Die Harry Belafonte Story

     
Dein Hund -
Dein Mönch

Olga Knipper - Anton Tschechow
Ein Briefwechsel ausgewählt und
übersetzt von Christian Schröder


Eine Produktion des Bayerischen Staatsschauspiels, München
Termine auf Anfage

Zwei Theaterstars

Leslie Malton & Felix von Manteuffel
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Leslie Malton    
 
EXPOSÉ ZU EINER SZENISCHEN LESUNG DER KORRESPONDENZ VON TSCHECHOW UND SEINER FRAU OLGA KNIPPER FÜR EINEN SCHAUSPIELER UND EINE SCHAUSPIELERIN.
Felix von Manteuffel
 
Tschechows Bekanntschaft, Liebesbeziehung und Ehe mit Olga Knipper fällt zeitlich (fast) zusammen mit der Entstehung und den Uraufführungen seiner vier Hauptdramen. Es sind gleichzeitig die letzten fünf Jahre seines Lebens. In allen vier Stücken hat Olga Knipper tragende Rollen gespielt, sie war am neugegründeten Moskauer Künstlertheater engagiert, hat miterlebt, wie gerade in der Auseinandersetzung mit Tschechows Dramen ein neuer Theatersaal geschaffen wurde. Ist diese Verknüpfung von Leben und Werk schon ungewöhnlich genug, bietet ein trauriger Grund uns die Möglichkeit, an diesen fünf Jahren voller Kreativität, reich an Liebe und künstlerischem Aufbruch, teilzuhaben:
Tschechows Krankheit. Er litt an TBC, und das zwang ihn, die meiste Zeit im Süden Rußlands, in Jalta auf der Krim zu verbringen. Seine Beziehung zu Olga war vor allem auch eine Briefbeziehung, denn Olga war ja fest am Künstlertheater in Moskau engagiert. Das Liebes - und spätere Ehepaar hat von diesen fünf Jahren nicht sehr viel gemeinsam miteinander verbringen können. Es sind vor allem Liebesbriefe, aber es finden sich auch Angaben über Tschechows Stücke, Anweisungen, wie man sie spielen soll, Äußerungen zum Theater, zum Schauspielerberuf, zum Schreiben, kritische Bemerkungen über Schauspieler und Regisseure (die in der Sowjetunion bei der Herausgabe der Briefe teilweise zensiert worden sind); nicht zuletzt Theaterklatsch.
 
Aus diesen Briefen trifft der Text eine Auswahl, die versucht, eine ungewöhnliche Liebesgeschichte nachzuzeichnen und gleichzeitig die Portraits zweier sehr unterschiedlicher Menschen. Olga Knipper (die Schauspielerin), impulsiv, untheoretisch, verliebt und Liebe fordernd, Tschechow seine Liebe Tschechowschem Blick begleitend, drinnen und draußen zugleich, sich erfindend als Figur, hinter der er selbst noch einmal als Autor steht, zweifelnd, ob man eine direkte Aussage - und sei es eine Liebeserklärung - überhaupt machen kann. Olga aber glaubt das und will Direktheit - selbst wenn man Direktheit spielen muß, um sie zu besitzen. Diese so unterschiedlichen Stile machen die Briefe lebendig, machen sie zu einer Art Dialog. Ergänzt werden die Briefe durch Berichte von Zeitgenossen, Mitarbeitern und Freunden über die Premieren von Tschechows Stücken und ihre Aufnahme. Sie bilden einen Rahmen und einen Kontrast zu den persönlichen, intimen Briefen.
 
Am Ende steht Olga Knippers anrührender Bericht über Tschechows Tod in Badenweiler. Aber das ist nicht das Ende der Korrespondenz: Olga Knipper hat eine Zeitlang noch Briefe an ihren toten Mann geschrieben, um den Tod des Geliebten zu verarbeiten und wohl auch aus alter Gewohnheit. Mit der Lesung dieser Witwenbriefe durch die Schauspielerin, während der Schauspieler jetzt schweigend auf der Bühne sitzt, klingt der Abend aus. Dein Hund - so unterschrieb Olga häufig ihre Briefe. Dein Mönch - so beklagte Tschechow ironisch ihr Fernsein.
 
Wolf Christian Schröder

  
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