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Schauspiel von Simon Stephens
Deutsch von Barbara Christ
Premiere am 10. Januar 2011 in Schweinfurt 10. Januar bis 6. März 2011
Marion Kracht
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Regie: Sabine Mitterecker
Ausstattung: Ralph Zeger
Harper Regan -
Seth Regan -
Sarah Regan -
Alison Wooley -
Mickey Nestor -
Elwood Barnes -
James Fortune -
Justine Ross -
Tobias Rich -
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Marion Kracht
Andreas Patton
Kathrin Osterode
Klara Höfels
Andreas Patton
Simon Hatzl
Simon Hatzl
Kathrin Osterode
Ionut Chiriac
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Marion Kracht ist bestens bekannt durch erfolgreiche Fernsehmehrteiler, Serien und TV-Filme wie z.B. "Diese Drombuschs", "Böses Blut" oder "Der Havelkaiser". Sie wirkte in unzähligen Produktionen mit, u.a. in den TV-Filmen "Tödliche Wende" und "30 Karat Liebe", in den Reihen "SOKO" und "Siska" sowie u.a. in den Serien "Flucht ins Paradies", "Das Traumschiff", "Im Namen des Gesetzes" oder "Das Traumhotel - Indien".
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In den letzten Jahren übernahm sie mehrfach die Hauptrolle einer Serie, so z.B. in "Ein Fall für Nadja", in "Liebe, Babys und der Zauber Afrikas" und in "Familie Sonnenfeld" die Rolle der Tina Sonnenfeld. Daneben wirkte sie immer auch in Kinofilmen und internationalen Produktionen mit.
Nicht nur vor der Kamera sondern auch auf der Theaterbühne ist Marion Kracht zu Hause. Das stellte sie besonders eindrucksvoll in unserer Tournee "Gottes vergessene Kinder" unter Beweis, die mit dem 1. Preis der INTHEGA ausgezeichnet wurde. Im Zusammenhang mit dieser Arbeit entwickelte sich Marion Krachts Engagement für Gehörlose, für das sie 2002 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.
Marion Kracht spielte u.a. an der Komödie im Bayerischen Hof und an der Kleinen Komödie in München, am Renaissance Theater Berlin und bei den Bad Hersfelder Festspielen. Und immer wieder spielte sie auf Tournee für Theatergastspiele Kempf, so "Pygmalion", das ebenfalls mit einem INTHEGA-Preis ausgezeichnet wurde, "Früher oder Später", "Geschlossene Gesellschaft", "Schmetterlinge sind frei" und "Die ist nicht von gestern".
Andreas Patton

Zum Stück:
Die 17-jährige Tochter Sarah übt mit ihrem Vater Seth für die Geografieprüfung: "Gletscher sind riesige Flächen sich bewegenden Eises. Wenn eine große Menge
zusammengedrückten Eises eine kritische Masse erreicht, wird es so schwer, dass es anfängt, sich zu bewegen." Ohne es zu wissen, bringt Sarah mit diesem Bild
den emotionalen Zustand ihrer Mutter Harper auf den Punkt.
Als Harper erfährt, dass ihr Vater im Sterben liegt, will sie ihn ein letztes Mal sehen. Ihr Chef aber verweigert den nötigen Urlaub. So steht sie plötzlich am
Scheideweg ihres Lebens, verlässt Mann und Kind und Arbeitsstelle, sagt nicht einmal Bescheid, und reist nach Stockport. Bei der Ankunft in ihrer Heimatstadt
ist ihr Vater bereits tot, und Harper droht den Boden unter den Füßen zu verlieren.
In einer Kneipe rammt sie einem Journalisten, der sich ihr plump nähert, ein Weinglas in den Hals. Fern der Familie, gerät ihr Leben wieder in Bewegung, es ist, als würde es ihr zurückgeschenkt.
Die Nacht verbringt sie mit einem Fremden im Hotel. Ausgerechnet ihm vertraut sie an, dass Seth, ihr Mann, arbeitslos ist, weil er angeblich pornographische Fotos von kleinen Mädchen gemacht hat. Bis heute weiß Harper nicht, ob er wirklich unschuldig ist.
Schließlich besucht sie nach zwei Jahren wieder ihre Mutter. Der letzte Schritt auf ihrem Abstieg in die Hölle? Oder das erste Licht am Ende eines langen Tunnels?
Als Harper von ihrer Reise zurückkehrt, ist nichts, wie es einmal war.
Kathrin Osterode
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"Auch die sozialkritischen Kleine-Leute-Stücke von Ödön von Horvath (...) erfreuen sich neuerdings wieder großer Beliebtheit, weil sie von den Kollateralschäden einer durchkapitalisierten Welt erzählen. Und das ist immer noch die hauptsächliche Aufgabe des Theaters: Geschichten von Menschen zu erzählen und in diesen kleinen Geschichten den gegebenenfalls ganz großen Lauf der Welt zu beleuchten, die Frage, wie wir leben - und wie wir leben wollen."
Süddeutsche Zeitung 21.8.2009
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Simon Hatzl

Klara Höfels

Ionut Chiriac

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HARPER REGAN
ist eine taffe, gutaussehende Frau, die alles im Griff hat - und plötzlich gerät der Boden unter den Füßen ins Wanken. Ohne die Einwilligung ihres Chefs, ohne Ehemann und Tochter zu informieren, bricht Harper Regan auf, um ihren sterbenden Vater noch einmal zu sehen. Sie wird zu spät kommen.
Als ob sie mit der überstürzten Abreise ihr bisheriges Leben abschütteln könnte, setzt sie sich Begegnungen und Situationen aus, die sie selbst nicht für möglich gehalten hätte.
Einem Odysseus gleich irrt sie durch die Tage und Nächte, trifft auf Fremde, denen sie für kurze Zeit näher ist als den Menschen, die sie liebt, trägt Klamotten, die man eher ihrer 17-jährigen Tochter zuschriebe, nimmt sich einen Liebhaber, den sie nie zuvor gesehen hat, wird von der Mutter mit verdrängter Vergangenheit und Gegenwart konfrontiert und kehrt schließlich wieder nach Hause zurück.
Dort, bei Seth und Sarah, ist alles wie immer und nichts wird mehr so sein, wie es vor der Abreise war.
Endlich hat ein zeitgenössischer Autor eine spannende Frau in ihren Vierzigern zur Protagonistin gemacht und das, ohne die anderen Figuren aus dem Zentrum zu verbannen! Der mehrfach preisgekrönte Simon Stephens führt sie alle sicher mit dichten, geschliffenen Dialogen über die Abgründe ihres Fühlens und Denkens. Wie bei Ödön von Horváth oder Arthur Schnitzler bleibt das Wesentliche oft unbenannt, zwischen den Zeilen, in Blicken und kurzen Berührungen eröffnet sich ein heutiges Psychodrama.
In jedem Augenblick spannend, liegt die Aufmerksamkeit ganz bei den SchauspielerInnen. Ein starkes Stück Theater!
Sabine Mitterecker über "Harper Regan"
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Simon Stephens
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Simon Stephens, 1971 in Stockport/South Manchester geboren, studierte Geschichte an der York University und arbeitete u.a. als Barkeeper und DJ, bevor er Lehrer für Englisch sowie Theater und Medien an der Eastbrook School in Dagenham wurde. 1998 hatte sein Stück "Bluebird" im Rahmen des New-Writing-Festivals "Choices"
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Uraufführung am Londoner Royal Court Theatre, wo er 2000 "resident dramatist" und von 2001 bis 2006 Tutor des Programms "Young Writers" war. Im Jahr 2000 wurde er Hausautor am Royal Exchange Theatre in Manchester.
Neben Stücken schrieb Simon Stephens auch Hörspiele und Drehbücher, entwickelte für Channel 4 eine Fernsehserie und war von 1993 bis 2005 Bassist der Band The Country Teasers.
Ausgezeichnet wurde Simon Stephens bisher u.a. mit dem "Pearson-Award" für das beste neue Stück 2001/02 (für Port) sowie 2006 mit dem "Laurence Olivier Award for Best New Play" (für Am Strand der weiten Welt). In den Kritikerumfragen von Theater heute wurde Simon Stephens 2006 (gemeinsam mit Biljana Srbljanovic und Neil LaBute) sowie 2007 zum "Besten ausländischen Dramatiker des Jahres" gewählt.
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Sabine Mitterecker

Sabine Mitterecker, bekannt für Ihre Vorliebe für Ur- und Erstaufführungen, brachte in Wien unter anderem am Schauspielhaus die "Vagina Monologe" von Eve Ensler und
am Volkstheater "Push up 1-3" von Roland Schimmelpfennig erfolgreich zur österreichischen Erstaufführung.
Schon während ihres Studiums der Theaterwissenschaft und Französisch an der Universität Wien war Sabine Mitterecker als Dramaturgin und Regieassistentin in Deutschland tätig und zeigte dort auch erste
Regiearbeiten. Es folgten zahlreiche Ur- und Erstaufführungsinszenierungen, u.a. am Schauspielhaus Wien, Volkstheater Wien und regelmäßig am Landestheater Linz.
Sabine Mitterecker übersetzte Molière und Rousseau aus dem Französischen, hat einen Lehrauftrag am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Wien und seit 2006 die Aigner-Rollett-Gastprofessur
an der Kunstuniversität Graz für Gender und Theater inne.
Ihre Inszenierung "Nichts Schöneres" von Oliver Bukowski, die erste Produktion des von ihr gegründeten Vereins Theater.Punkt, wurde 2000 als Beste Off-Produktion mit dem NESTROY, dem Wiener Theaterpreis, ausgezeichnet.
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Weitere Texte zum Stück und den Darstellern in unserem Katalog
auch hier im Internet als pdf-Datei zum nachlesen.
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